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Hiob 2 Umgang mit Leiden

  Liebe Gemeinde, Manchmal geht es von einem Tag auf den anderen, manchmal sogar in Sekunden: Alles ändert sich, stellt das Leben auf den Kopf. Ein unachtsamer Moment im Straßenverkehr. Ein Unfall. Schwere Kopfverletzungen. Querschnittsgelähmt. Manchmal kriecht eine Krankheit auch langsam, wie eine gefährliche Schlange. Erst merkst Du es nicht, doch dann packt sie zu. Das frühere Leben bleibt nur noch eine wehmütige Erinnerung. Der Partner stirbt und man kommt sich sogar im eigenen Haus vor wie in einem unbekannten Film. Alles ist neu obwohl alles noch wie vorher riecht. Schließlich: Vor einem Jahr überfiel Russland die Ukraine. Die Welt ist seit dem 24. Februar 2022 nicht mehr die sie vorher war. Aufgewacht aus dem Traum der Sicherheit sind wir im Westen. Manchmal geht es von einem Tag auf den anderen! Wir kennen sie alle aus unserem Leben: Ereignisse, die alles auf den Kopf stellen, die uns auf eine harte Probe stellen, die auch den Glauben herausfordern. Gott, wo bist Du? Warum ...

Glaube Hoffnung Liebe: Herzlich willkommen! Predigt zu 1.Kor.13,1-13

  Liebe Gemeinde, „Herzlich willkommen!“ Das stand gespickt mit einigen persönlichen Zeichnungen auf einem großen Bogen Papier an unserer Wohnungstür. Unsere Nachbarn haben uns damit überrascht. Am 31. Oktober letzten Jahres haben wir die Wohnung übernommen, in die wir dieses Jahr ziehen werden. Wir kennen in der Stadt eigentlich keinen Menschen. Unsere Nachbarn hatten wir mal gesehen, mal einen Espresso zusammen getrunken; mehr aber nicht. Wir sind evangelisch, sie glaube ich: katholisch. Sie sind Raucher, wir absolute Nichtraucher. Wir wollen die Wohnung mit möglichst wenig vollstellen. Die Wohnung unserer Nachbarn steht proppevoll mit allem möglichen. Wir sind glaube ich ziemlich verschieden. Trotzdem stand da an unserer Tür überraschend „Herzlich willkommen!“, dazu ein paar liebevolle Zeichnungen.   Wenn man liebevoll empfangen wird, macht das was mit einem. Wir hatten gleich das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Und so schön Teneriffa auch ist: Wir freuen uns auch auf unser...

Predigt am 12.2.23 zu Jes.55,6-13: Suchet den Herrn solange er nahe ist

  Ich will von Nathan erzählen. 16 Jahre ist er alt. Er ist Jude, obwohl er in Babylon geboren ist. Seine Eltern mussten zusammen mit den Großeltern und vielen anderen vor 20 Jahren Jerusalem verlassen. Im Jahr 586 vor Christus hatte der babylonische König Nebukadnezar die Israeliten besiegt. Alle die mit dem König der Israeliten zusammen gearbeitet hatten mussten die Heimat verlassen und in einem großen Treck nach Babylon ziehen. Nathans Eltern sagen: Wir wurden ver-schleppt. Nathans Großvater weint nachts oft. Dann spricht er davon, wie schön Jerusalem vor der Belagerung und der anschließenden Zerstörung war. Er singt dann die Lieder vom Tempel und immer wieder fragt er, weshalb Gott sein Volk so gestraft hat. Nathans Eltern sagen, dass die Regierung in Jerusalem viel falsch gemacht hat. Korruption war verbreitet und Egoismus. Einige waren reich, viele waren arm. Keine Gesellschaft kann stark sein, wenn man nicht aufeinander achtet, sagt Nathans Vater. Nathan kann die Klagen über...

Folge mr nach! Predigt zu Mt.9,9-13 am 5.2.23

9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. 10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. 11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? 12 Als das Jesus hörte, sprach er: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. 13 Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.   Ihr Lieben, kennt ihr noch ein Matschbrötchen? In der Schulpause liefen wir früher zum Bäcker, kauften ein Brötchen und einen Schokokuss. Das Brötchen wurde aufgeschnitten, der Schokokuss kam in die Mitte. Dann wurde das süße Teil von oben und unten zusammengedrückt und man hatte sein Matschbrötchen. Heute finde ich das nur noch eklig....

Von Gipfelerlebnissen zehren Predigt zu Mt.17,1-13

1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. 4 Petrus aber antwortete und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 6 Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. 7 Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt vo...

unverschämtes Evangelium Predigt zu Rö. 1,13-17 am 22.1.2023

13 Ich will euch aber nicht verschweigen, Brüder und Schwestern, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen – wurde aber bisher gehindert –, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden. 14 Griechen und Nichtgriechen, Weisen und Nichtweisen bin ich es schuldig; 15 darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht[1] alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. 17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben;[2] wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben. « Liebe Gemeinde, Es war an einem Silvesterabend. Meine Frau und ich hatten das erste Mal eine Gruppenskireise gebucht. Wir waren im Zillertal. Tagsüber konnten wir Skifahren und am Abend sollte es eine Silvesterparty geben, mit Essen und Tanz…Neben mir am Tisch saßen 2 jüngere Frauen. Mei...

Gott erkennen - Predigt zu Ex.33 am 15.1. 2023

2. Mose (Ex) 33,18-23 18 Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen! 19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen[1] den Namen des HERRN vor dir: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. 20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. 21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. 22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. 23 Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.   Liebe Gemeinde, … und armer Mose: Seit Monaten führt er schon sein Volk Israel an. Aus der Sklaverei in Ägypten hin in ein gelobtes Land, wo Milch und Honig fließen sollen.  Er  Mose ist kein Revoluzz...