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seid eines Sinnes (Philipper 2,1-4) Predigt zum 15.Juli 2018

Liebe Gemeinde,
heute abend ist sie vorbei: Die Fußball WM. Es wird die Mannschaft siegen, die den größten Teamgeist aufbringen wird. Natürlich gehört auch der eine oder andere gute Einzelspieler dazu; aber auch der wird nur so gut sein, wie ihn ein anderer in Szene setzt. Es wird aber auch den Sieger geben und die Verlierer. Das gehört zum Sport, auch wenn mir die Verlierer - ehrlich gesagt - manchmal leid tun. 
Die Fußballwelt wird dann bis zum Start der Bundesliga eine kleine Pause einlegen. Doch die Welt dreht sich weiter und manchmal denke ich: Die Welt dreht durch! Die Weltgemeinschaft besitzt leider keinen Teamgeist, sie tut sich schwer gemeinsam Ziele zu setzen und diese zu arbeiten. Im Gegenteil: Gemeinsame Projekte zerfasern in Einzelinteressen.
Die Amerikaner verabschieden sich gerade von den verbindenden Werten, die sie selbst einmal zum Maßstab der Nachkriegsordnung machten. Es wird kein Konsens gesucht, sondern nationaler Egoismus und selbstherrliche Eitelkeit. In der T…

Was ist Wahr und was ist Lüge? Jer.23,16-29

Gottesdienst 2./3.6.
Vorspiel Votum/ Begrüßung (Vorstellung von Rolf Fröhlich) Lied     452                              Er weckt mich alle Morgen Psalm  718                              Ps. 34 Ehr sei dem  Gebet / Kyrie Gebet/ Laudate Gebet Lesung / Halleluja                  Lk.16,19-31
Lied     124                              Nun bitten wir den heiligen Geist Predigt                                    Jer.23,16-29 Lied     619                              Du bist der Weg
Credo Friedensgruß / La paz este con … Fürbitten
Abendmahl
Lied 638                                  Wo ein Mensch Vertrauen gibt Abkündigungen
Lied 170                                  Komm Herr segne uns Segen Schlussmusik

Predigt                                    Jer.23,16-29
Liebe Gemeinde, was ist wahr und was ist falsch? Was ist Fakt und was ist Fake? Darum geht es zum einen in den Worten von Jeremia. So spricht der Herr Zebaoth, beginnen die Worte. Hier spricht nicht ein Mensch, hier spricht Gott selbst durch …

Wochenblattartikel Pfingsten 2018

Liebe Kirche, Pfingsten hast Du wieder Geburtstag. In der Apostelgeschichte lese ich von Deiner Geburtstunde: Alle Jünger waren an einem Ort versammelt. In Jerusalem feiern Menschen aller Nationen und Kulturen ein Fest. Da kommt ein Brausen. Es erfüllt das Haus und die Jünger. Die Jünger sprechen mit einem Mal viele Sprachen. Die Botschaft Jesu erreicht die Welt. Immer mehr Menschen interessieren sich für die Antworten der Bibel nach dem Woher und Wohin. Sie sind begeistert vom Geist, der Menschen in die Verantwortung schickt für diese Welt und ihnen gleichzeitig sagt: Ihr seid auch mit Fehlern von Gott geliebt.
Liebe Kirche, Deine Geburtsstunde war kompliziert. Die ersten Christen wurden verfolgt, weil sie in Dir nur den einen Gott anbeteten, obwohl die Machthaber selber die Verehrung beanspruchten. Diese Menschen waren mutig. Sie hielten stand und gründeten Kirchengemeinden. 
Liebe Kirche, Später übernahmst Du selber Macht. Kaiser und Könige, Päpste und Bischöfe trugen das Kreuz Jesu in …

1. Kor.2,12-16 Pfingsten: Die Kirche hat Geburtstag

1. Korintherbrief 2,12-16 / Apg. 2
Liebe Gemeinde, Heute ist Pfingsten: Die Kirche hat Geburtstag und Ihr seid alle eingeladen zu diesem Fest! Was bringt man da mit? Was schenkt man? Was wünscht man dem Geburtstagskind? Mutter Kirche ist ja immerhin schon mehr oder weniger 2000 Jahre alt! Von vielen schon für tot erklärt! Aber sie ist eben immer noch da. Und sie feiert immer noch. Aus den Kinderschuhen ist die Kirche raus. Die Sprache ist nicht jedem verständlich, aber das heißt nicht, dass die Kirche grau und tatterig wäre.
„Ich wünsche der Kirche mehr Fröhlichkeit!“ sagt da jemand. „Ich wünsche der Kirche ein moderneres Erscheinungsbild!“ sagt jemand anderes. „Nicht so lange Predigten!“ ruft einer. „Doch!“ entgegnet jemand, „wegen der Predigt gehe ich doch in den Gottesdienst!“ „Quatsch“, sagt jemand. „Nix ändern. Hauptsache Einigkeit!“
Ich möchte entgegnen: „Das sind alles Forderungen! Ihr fordert doch bei einem Menschen auch nichts zum Geburtstag, sondern ihr wünscht jemandem etwas Gutes……

Jeremia 31,31-34

31Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,  32nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;  33sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.  34Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken
Liebe Gemeinde, Liebe Leserinnen und Leser!
Ein Bündnis haben sie geschlossen: Am Berg Sinai! Ein Bündnis zwischen Gott und dem Volk Israel.  „Ich werde Euer Go…

Kol.4,2-6 Rogate- Betet!

Kol. 4,2-6        Beten Eine offene Kirche. Ein Ehepaar tritt herein. Sie zeichnen ein Kreuz auf der Brust, verbeugen sich, setzen sich auf eine Bank. Sie falten die Hände. Sie beten.Es ist still. Kein Wort fällt und doch haben sie etwas zu sagen. Ich kann es nicht hören. Aber sie wissen: Gott hört zu. Das reicht!
Vor unserer Kirche ist ein englischer Pub. Es ist voll mit Menschen in blauen Trikots. Ein Spiel der Premierligue wird laut übertragen. Die Stimme des Reporters über-schlägt sich. Die Zuschauer halten den Atem an, dann stöhnen sie laut auf, reißen die Arme hoch, falten die Hände und verdrehen die Augen zum Himmel! Ich ahne was sie erbitten. Aber ich weiß nicht, ob Gott zuhört.
In der Kirche hat jemand eine Kerze angezündet. Einfach so. Vielleicht weil Worte fehlen. Vielleicht, weil ein Licht mehr sagt, als viele Worte. Ich weiß es nicht, aber ich ahne, dass Gott versteht. Irgendwann verlöscht das Licht. Aber das Zeichen war nicht umsonst.
In einer Schule hat es einen Amokla…

Kantate! Singt! Apostelgeschichte 16,23-34

Apg. 16,16-22 erzählen, dann den Predigttext Apg.16,23-34 lesen Liebe Gemeinde, (Vorsingen) On a wagon, bound for market
There's a calf with a mournful eye
High above him, there's a swallow
Winging swiftly through the sky
Ich habe dieses Lied das erste Mal als Kind von dem Liedermacher Donovan gehört. Joan Baez hatte es auch schon in den 60ern gesungen. Der Originaltext ist jiddisch. Er stammt aus einem Musical das 1940-41 geschrieben wurde. Schalom Secunda und Aaron Zeitlin haben es in den USA geschrieben. Schalom Segunda hat in Russland selber die antijüdischen Progrome erlebt und ist geflohen. Nun musste er ohnmächtig zusehen, wie in Deutschland Juden wie Kälber in die Schlachthöfe der Konzentrationslager deportiert wurden. DOS KELBL  Ojfn Forel ligt a Kelbl
ligt gebundn mit a schtrik
- hojch in Himl fligt a Fojgl,
fligt un drejt sich hin un ts'rik.

Lacht der Wind in Korn,
lacht un lacht un lacht
- lacht er op a Tog a gantsn
un a halbe Nacht. Donaj, donaj, donaj, donaj,
donaj, donaj, do…