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Predigt 7.1. Dusrtig und Hungrig nach dem Leben bleiben

Gottesdienst 7.1.2018
Vorspiel
Votum Begrüßung
Lied: 455, 1-3Morgenlicht leuchtet Psalm 100 EG 743 Ehr sei dem Vater … Bussgebet Kyrie Gnadenzusage Laudate Omnes Gentes Tagesgebet
Lesung: Mt. 2,1-12 Halleluja
Lied: 66, 1+7-9Jesus ist kommen
Predigt: 1.Kor.1,26-31
Lied: Leben aus der Quelle (mit Gitarre) Glaubensbekenntnis
Friedensgruß La Paz este con nosotros…
Fürbitten
Abendmahl
Lied: geh unter der Gnade (mit Gitarre) Einsegnung von Doris Wielepp
Abkündigungen
Lied: Komm Herr segne uns… Segen

Jahreslosung 2018

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2018! 
Wann kann man ein Jahr gut nennen?  Wenn ich zu Essen und zu Trinken habe?Wenn ich in Frieden leben kann? Wenn ich gesund bin? 
Das ist schon viel, nicht wahr? Ich finde ein gutes Jahr muss aber noch mehr beinhalten: Ein Jahr ist wirklich gut, wenn ich mit Menschen zusammen sein darf,  die mir ein Lächeln geben; die mir die Hand halten, wenn ich es brauche.die ein Schweigen aushalten.die ein Stück meines Weges mitgehen.die nach mir fragen, anstatt nur von sich selbst zu erzählen.
Dann ist es ein gutes Jahr, oder?  Vielleicht gehört aber doch noch mehr dazu. Vor allem sollte einiges nicht zum neuen Jahr gehören: eine schwere Krankheit,der Verlust eines Menschen, der mir etwas bedeutet.wirtschaftliche Krisenböse Überraschungen…
Kann es bei soviel Anforderungen überhaupt ein gutes Jahr geben? Es wird Krankheiten geben und es werden Menschen sterben. Es wird böse Überraschungen geben und es wird Menschen geben, die mir …

Heilig Abend: Weitersagen: Fürchtet Euch nicht!

Heilig Abend 24.12. 17 Uhr
Chor:Freuet Euch all Begrüßung
Lied: 39, 1-3+7Kommt und lasst uns Christum ehren Lesung Jes.9,1+5-6 Ehr sei dem Vater und dem Sohn …
Gebet Lied 18,1+2 Seht die gute Zeit ist nah
LesungLk.2,1-7 Lied 46,1-3Stille Nacht
LesungLk.2, 8-14 Lied 48,1-3Kommet Ihr Hirten
LesungLk.2, 15 KantoreiSag wo ist Bethlehem
LesungLk.2,16
Predigt
Kantorei:Ich steh an Deiner Krippen hier
LesungLk. 2,17-20 Glaubensbekenntnis Lied 45, 1-4Herbei o Ihr Gläub´gen
Fürbitten / Vater Unser Lied 27, 1-6Lobt Gott Ihr Christen alle gleich  Abkündigungen
Lied: 44, 1-3O Du Fröhliche

1.Advent Offb.5,1-5

Liebe Gemeinde, In Physik war ich gut. Wie eine Klingel funktionierte war mir klar und auch die Heisenbergsche Unschärferelation habe ich verstanden. Sie müssen nicht wissen, was das ist. Es reicht, dass ich immer eine Eins nach Hause brachte. So wählte ich Physik als Leistungskurs vor dem Abitur, bekam einen neuen Lehrer und dann kapierte ich plötzlich nichts mehr. Ich brachte Fünfen und Vieren nach Hause. Vor allem die Atomphysik blieb mir verschlossen, wie ein Buch mit sieben Siegeln.
Jeder von uns kennt dieses Symbol vom Buch mit sieben Siegeln. Und für jeden gibt es Dinge, die wir nicht begreifen, die verschlossen sind und verschlossen bleiben.
Warum wird Advent schon gefeiert wie Weihnachten? Warum ist Weihnachten für viele das wichtigste Fest, auch für die, die gar nichts mit Jesus am Hut haben? Warum blinken bei uns Lichterketten? Warum ist gestern auf der Fähre nach La Gomera bei bestem T-Shirt Wetter ein verschneiter Weihnachtsmann auf die Frontscheibe gesprüht? Es ist nicht wi…

Wochenblatt Kanaren zum Ende des Kirchenjahres "wie die Zeit vergeht"

Lichtblick:
Du merkst nicht, wie die Zeit vergeht. Die Sonne geht auf und der Tag vergeht. Was Du heute nicht schaffen konntest, erledigst Du eben morgen.  Du merkst nicht wie die Zeit vergeht. Es sei denn, Du hast den neuen Prospekt aus dem Supermarkt in der Hand. Sonderangebote: Nicht heute, aber: „desde el jueves“. Und dann ganz billig.  Drei Tage liegen noch dazwischen. Und nach drei Tagen willst Du der Erste sein, damit das Schnäppchen Dein wird. Merkst Du, wie die Zeit vergeht? Außer im Urlaub: 7 Tage oder 10. Das ist nicht viel. Da muss viel rein: Erholung und viel sehen; Abstand gewinnen und braun werden. Und dann: das letzte Mal im Meer, bevor der Flieger abhebt. Dann merkst Du, wie die Zeit vergeht. Und wenn Du nach Jahren in den Spiegel guckst: Das Haar glänzt silbrig, die Falten kommen nicht vom Lachen. Der Speck will nicht mehr weg und das Knie schmerzt. Dann merkst Du, wie die Zeit vergeht. Die Kinder sind aus dem Haus. Was kommt jetzt? Was möchte ich noch sehen? Was geht noc…

Einführungspredigt zum untreuen Verwalter - Lk.16,1-9 - am 19.11.2017

Lukas 16,1-9
Liebe Gemeinde, Schön, dass Sie mich und meine Frau hier in Teneriffa und La Gomera so freundlich aufgenommen haben. Schön, dass die Kollegin aus Gran Canaria uns auch willkommen heißt. Schön, dass die EKD Führung und der Kirchenvorstand mir und meiner Frau zutrauen, gute Verwalter zu sein. Gute Verwalter der Gemeinde und ihres Vermögens, aber auch Verwalter von Gottes Wort. Was aber wäre heute los, wenn wir in den ersten drei Monaten die Spendengelder veruntreut hätten? Was wäre, wenn wir so grausam Gottesdienste gestaltet hätten, dass keiner mehr kommen mag? Ich vermute Herr Schneider hätte mich heute nicht in das Amt eingeführt, sondern er hätte mich aus dem Pfarramt rausgeworfen. Und das zu Recht! Wenn ich dann auch noch den Leuten, die der Gemeinde etwas schulden, sage würde: Komm fälsche Deinen Gemeindebeitrag, mache aus 100 nur 50, oder Du: mache aus der Gebühr für die Trauung aus 100 nur 80. Na lieber Herr Schneider? Na lieber Kirchenvorstand? Ihr würdet kochen vor Wut…

Predigt am 12.11.2017 - Lk.11,14-23 - Die Vertreibung des Schweigens

Liebe Gemeinde, manchmal ging mein Vater gedankenversunken und schweigend in den Garten. Wir Kinder merkten, dass etwas Schwermütiges auf meinem Vater lastete. Wenn wir die Mutter fragten, was denn los sei, bekamen wir zur Antwort: „Vati will für sich sein! Ihr dürft ihn jetzt nicht stören!“ Ich weiß nicht, was schlimmer war: Das Verstummen meines Vaters oder der Mantel des Schweigens, den unsere Mutter über solche Momente legte. Erst später bekam ich eine Ahnung, dass die Kriegserlebnisse und die russische Gefangenschaft wie ein böser und stummer Geist meinen Vater belasteten und dass meine Mutter nie in der Lage war, durch offene Gespräche den Geist des Schweigens und Verschweigens auszutreiben.
Viele Jahre später fing ich als Pfarrer bei der Bundeswehr an. Ich kann mich noch an den 3.Juni 1998 erinnern, als ich meinen Antrittsbesuch beim Dekan in Hannover hatte. An diesem Tag geschah das furchtbare Zugunglück im niedersächsischen Eschede. Junge Bundeswehrsoldaten halfen beim Bergen d…