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Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir... letzter Sonntag nach Epiphanias: 2.Mose 34,29-35

Der Glanz auf Moses Angesicht 29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.   30 Als aber Aaron und ganz Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, ihm zu nahen.   31 Da rief sie Mose und sie wandten sich wieder zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen.   32 Danach nahten sich ihm auch alle Israeliten. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. 33 Und als er dies alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.   34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und zu den Israeliten redete, was ihm geboten war,  35 sahen die Israeliten, wie die Haut seines Angesichts glänzte. Dann tat er die Decke auf sei...

Der Hauptmann von Kapernaum 3. Sonntag nach Epiphanias

Der Hauptmann von Kapernaum Mt.8,5 -13 Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn 6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. 7 Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. 8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's. 10 Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! 11 Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 12 aber die Kinder des Reichs werden hina...

Fürchte Dich nicht! Predigt zu Lukas 1,26-38 4.Advent 2021

DIE ANKÜNDIGUNG DER GEBURT JESU 26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,  27 zu einer Jungfrau, die vertraut  war  einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.  28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete ! Der Herr ist mit dir!  29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?  30 Und der Engel sprach zu ihr:  Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Siehe,  du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem  sollst du den Namen Jesus geben.   32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den  Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. 34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?  35 De...
  „Wie lang soll das noch gehen?“   Liebe Gemeinde, „Wir hatten in Deutschland einen langen, tristen, wolkenverhangenen Sommer! Das ging richtig auf die Seele…“ haben mir viele gesagt, bevor es nach Teneriffa in die Sonne ging. Zum Glück haben einige Menschen, und ihr gehört dazu, die Möglichkeit, dem dunklen wolkenverhangenen Himmel zu entfliehen, indem sie einen Platz im Flugzeug buchen und der Tristesse entfliehen. - Vor dem Wetter kann man fliehen, aber oftmals nicht, wenn sich der Himmel über unserem Leben verdunkelt hat, wenn die Seele von Tristesse umgeben ist: Beispiel: Eine befreundete Krankenschwester in leitender Funktion sagte mir am Telefon, dass sowohl das Kreiskrankenhaus als auch das Personal weit jenseits der Kapazitäten sind wegen der Coronafälle. Etliche ihrer Kollegen haben es nicht mehr ausgehalten, weil sie den Druck nicht mehr ertragen. Sie haben gekündigt, weil sie es satt hatten, immer wieder Menschen zu betreuen, die krank geworden sind und das durch ...

Siehe dein König kommt Predigt am 1. Advent über Jeremia 23,5-8

  Liebe Gemeinde,   Tochter Zion freue Dich…. Haben wir eben gesungen. Nach Jerusalem kommt ein König. Alles wird besser. Die Vorbereitungen laufen. Die Erwartungen sind groß. Friede wird sein. Kein Hass mehr. Keine Verfolgung.  Gerechtigkeit für alle Menschen. – Advent: Was für ein großes Wort!   1897 schrieb Theodor Herzl in Wien das Buch: „Der Juden-staat“. Herzl war zu dem Schluss gekommen, dass nach all den Verfolgungen von Juden in Russland und in Deutschland, in Österreich und anderswo, es an der Zeit sei, über einen eigenen jüdischen Staat nachzudenken. Er hatte als Ort Ar-gentinien oder Palästina vor Augen. Sein Buch war sehr realis-tisch und voll Hoffnung: Endlich Frieden für die Juden. Ein gutes Land. Eine gute Regierung. Ein befriedetes Miteinander der Menschen.  Staat und Religion wollte er trennen. Männer und Frauen sollten gleich behandelt werden. Die einheimi-sche Bevölkerung sollte freien Zugang zu der Gesellschaft haben. Allerdings tr...

Predigt am Totensonntag über 5.Mose34,1-8 "War das jetzt alles?"

 1 Und Mose stieg aus den Steppen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan 2 und das ganze Naftali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen 3 und das Südland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. 4 Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. – Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. 5 So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. 6 Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. 7 Und Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. 8 Und die Israeliten beweinten Mose in den Steppen Moabs dreißi...

Vertrauensvoll mit Leben und Sterben umgehen Vokstrauertag 2021 2. Kor. 5

  Liebe Gemeinde, „die wollen mich da oben noch nicht haben!“  An diese Worte erinnere ich mich, nachdem ich meinen Vater das letzte Mal gesehen hatte. Er war 90 Jahre alt und lag im Krankenhaus. Geistig war er noch ganz da. Aber er war müde. Aufstehen konnte er schon länger nicht mehr. Er war auf jegliche pflegerische Hilfe angewiesen. Er:  der, den Krieg und die Gefangenschaft in Russland überlebt hatte. Mein Vater und ich wussten beide, dass der Tod schon vor der Tür stand. Aber noch „wollten die da im Himmel ihn nicht haben.“   Altern ist nichts für Feiglinge. Alt werden ist kein Geschenk sondern eine Aufgabe. All diese Sprüche reden davon, dass unser Körper im Laufe der Jahre nicht heiler wird, sondern dass sich immer mehr Probleme anhäufen. Früher war man mit 40 oder 50 Jahren schon alt. Die Medizin, Hygiene, Technik und Ernährung haben dafür gesorgt, dass wir immer älter werden können. In Deutschland werden Männer durchschnittlich 79 Jahre alt Frauen...