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Kirche und Geld Predigt am 3.10.21 zu 2. Kor.9,6-15

  Liebe Gemeinde, Kirche und Geld, das ist ein schwieriges Thema. Warum soll ich für meinen Glauben bezahlen? fragen viele und treten wegen der Kirchensteuer aus der Kirche aus. Und sie haben ja Recht: Für den Glauben muss und soll man nichts bezahlen. Dafür sind Kirchensteuern aber auch nicht gemacht. Beim Thema Kirche und Geld regiert oft eine machtvolle Unwissenheit und trotz aller Aufklärung ein abenteuerliches Halbwissen. Nur kurz: Die Kirchensteuer dient ja u.a. dazu, dass es Kirchen, Gotteshäuser und Versammlungsorte gibt, Pfarrer und Pfarrerinnen, überhaupt: Personal und Kirchenmusik, kirchliche Kindergärten und Altenheime, usw. (Komme mir keiner und sage, die Kosten würden ja durch die Beiträge gedeckt! Die Kommunen waren dankbar dafür, dass sie die Personal und Betriebsführung für einen kirchlichen Kindergarten ganz kostenlos z.B. mir als Pfarrer überlassen durften….) Kirchensteuern dienen aber zum Beispiel auch dazu, dass Kollekten wie durch Brot für die Welt eins zu ein...

Gott vertrauen Predigt zu Rö.10,9-11

  In einer kleinen Stadt spannt ein Seiltänzer sein Seil quer über den Marktplatz. Dann beginnt er auf dem Seil zu balancieren, mit einem Stab in der Hand, aber ohne Netz – und hoch über dem Boden. Die Menge hält den Atem an, während der Seiltänzer Kunst- stückchen vorführt und auf dem Seil von einem Ende zum anderen läuft. Tosender Beifall, die Menschen staunen und fordern eine Zugabe. Noch einmal macht sich der Seiltänzer auf den Weg, wieder schauen die Menschen mit offenen Mündern zu, staunen, jubeln, als er am anderen Ende ankommt. - Nun nimmt er eine Schubkarre, setzt sie auf das Seil und blickt in die Menge. „Glaubt ihr, dass ich es auch schaffe, diesen Karren über das Seil zu schieben?“ – „Na klar“, rufen die Leute, „kein Problem, wir glauben es!“ – „Gut“, ruft der Seiltänzer, „wenn ihr mir das zutraut – wer möchte sich dann in die Schubkarre setzen?“ Nun wurden die Mienen der Zuschauer ängstlich. Das Geschrei verstummt, alle schweigen und blicken zu Boden. Ne...

Predigt: Klagelieder 3 Gottes Barmherzigkeit ist noch nicht aus

  Liebe Gemeinde, wisst ihr woran ich merke, dass ich alt werde? Nein? Ich fange an von meinen Krankheiten zu reden! Wie geht´s? werde ich gefragt und ich erzähle von den Schmerzen in der Schulter, der weniger werdenden Kondition und so weiter. Und ich merke auch bei meinem Gegenüber, dass er alt wird, denn er geht gar nicht auf mein Klagelied ein, sondern fängt seinerseits an zu erzählen, bei welchen Ärzten er genau das gleiche und bei welchen Ärzten er sich sogar noch behandeln lässt. Ganz alt ist man, wenn man meint, früher sei alles besser gewesen. Und so jammern wir denn manchmal vor uns hin. Wir wissen, dass wir nicht gesünder werden im Alter. Das gehört zum Leben dazu. Und die Gebrechen sind auch nicht klein zu reden. Nur: Wenn wir nur immer klagen, verlieren wir schnell Lebensqualität. Dabei gibt es ja Menschen, die haben wirklich Grund zum Klagen. Ein Freund von mir hat Krebs. Als der Arzt ihm das sagte, hat es ihn umgehauen. Und seine Familie auch. Eine Katastrophe! Das g...

Senfkornglaube Lukas 17,5+6

  1 Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, dass keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! 2 Es wäre besser für ihn, dass man einen Mühlstein um seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als dass er einen dieser Kleinen zum Bösen verführt. 3 Hütet euch! Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm. 4 Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.5 Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorsam sein. (Lk.17,1-6) Liebe Gemeinde, „Geht nicht, gibt´s nicht!“ Das war der Leitspruch an der Logistikschule der Bundeswehr: Nicht aufgeben! Wenn etwas nicht klappt, nach neuen Lösungen suchen! Zuversichtlich bleiben. Vertrauen in sich und die K...

Abschied nehmen aber richtig! 14. Sonntag n. Trinitatis 1. Thess.5,12-19

    Musik Votum und Begrüßung   Lied     302,1+2+4      Du meine Seele singe Psalm 146,1-10 Ehr sei dem Vater   Gebet Lesung 1.Mose 28,10-19a (Jakobsleiter) Credo   Lied     NL/Wue 68     Lobe den Herrn meine Seele Predigt 1. Thess.5,12-19a Lied     295,1-4           Wohl denen, die da wandeln   Abkündigungen Lied     KT HB 120       Mögen sich die Wege Fürbitten Vater unser Segen   Nachspiel     „Hasta luego!“ „ Bis später!“ wie oft werde ich so verabschiedet an einem einzigen Tag? Manchmal höre ich nur ein „Alueo…“ Ein kurzer Gruß. „Pass auf Dich auf!“ ein anderer Abschiedsgruß. Gut gemeint: vorsichtig sein! Und während ich über den Sinn von Verab-schiedungen nachdenke, kommt mir so ein Vol...

Jesus heilt Predigt zu Mk.7,31-37 am 22.8.21

  Mk.7,31-37 DIE HEILUNG EINES TAUBEN Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der  Zehn Städte.  Und sie brachten zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege.  Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf!  Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.  Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s ihnen aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus.   Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen:  Er hat alles wohl gemacht; die  Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden. Liebe Gemeinde, „Hörst Du die Grillen zirpen?“ fragt mich meine Frau. Nein, höre ich nicht, denn ich bin schwer...

Liebe Gemeinde... Predigt am 11.S.n. Trinitatis zu Eph.2,4-10

4  Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat,    5  auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –;   6  und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,   7  damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 8  Denn  aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,   9   nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.   10  Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.   „Liebe Gemeinde…“ …so beginnen wir Pfarrer meistens eine Predigt. Es ist nicht schlecht, wenn zu Beginn so eine Wertschätzung gegenüber anderen ausgesprochen wird. Denn Anerkennung, Lob, Wertschätzung, ...