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Fürchtet Euch nicht, denn Ihr seid kostbar! Predigt zum Reformationstag 2020 Mt.10,26-33

 Mt.10,26-33 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird.   27 Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können;  fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.  29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater.  30 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt.   31 Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge. 32 Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.   33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel. Liebe Gemeinde, „Kleine Sünden bestraft der liebe...

Das Ährenraufen am Sabbat, Predigt von Verena Wache am 25.10.20 zu Mk. 2,23-28

  Predigt Markus 2,23-28, 25. Oktober 2020 in Las Américas Verena Wache, Prädikantin Das Ährenraufen am Sabbat 23 Und es begab sich, dass er am Sabbat durch die Kornfelder ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. 24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? 25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da er Mangel hatte und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: 26 wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren? 27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. 28 So ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat. Liebe Gemeinde, wir haben die Lesung aus dem 2. Buch Mose (31,12-17) noch im Ohr, wie bedrohlich das klang, in welcher Radikalität Gott die...

Sehnsucht nach Heiler Welt Predigt zu Eph.4,22-32 am 18.10.20

  Liebe Gemeinde, Meine letzte Gemeinde war in einem Dorf. Ein Schlafdorf. Es gab schon lange keinen Bäcker mehr, die letzte Gaststätte kannten nur noch die Alten und schließlich machte auch noch die Volksbank dicht und wurde durch einen Automaten ersetzt. Einmal hatte ich junge Leute besucht. Ich habe sie gefragt, was sie denn hier hält. Die Antwort war: Hier ist für uns noch heile Welt. Hier bin ich groß geworden. Hier kennt man sich. Hier hilft man sich.   Ich kenne das: Die Sehnsucht nach einem Stück heile Welt. Da wo ich wohne, wünsche ich mir heile Welt. Da will ich keine Angst vor Einbrechern haben. Da will ich in Frieden leben können. Auch in der Familie wünsche ich mir „Heile Welt“. Das bedeutet Ruhe und Sicherheit, Verlässlichkeit und Geborgenheit. Raum zum Aufatmen. Zeit, die die Seele wachsen lässt.   Al Pfarrer habe ich natürlich auch die Schattenseiten im Dorf kennengelernt. Da war der völlig überforderte Vater mit seinem Kind; da war die Frau, deren Ehe nie...

Simchat Tora Predigt zu 5.Buch Mose Kapitel 30,11-14 am 11.10.2020

           Liebe Gemeinde, Heute ist ein Feiertag, Libertyday, Freiheitstag. Die Regierung hat beschlossen, diesen Feiertag einzuführen. Es hatten ja soviele Angst dass ihre Freiheit z.Zt. so stark eingeschränkt würde, wegen Corona und überhaupt: Mir hat keiner zu sagen, wie ich leben soll. An diesem Tag also soll grenzenlose Freiheit für jeden gewährt werden. Man kann, aber man muss z.B. nicht zur Arbeit gehen. Das mag zwar für den Mann auf dem OP Tisch in der Klinik gerade seltsam sein, weil der Chirurg endlich operieren will, aber der Anästhesist heute nicht erscheint. Aber für einen Moment der Freiheit leidet man doch gerne, nicht wahr? Das Fussballspiel findet statt. Heute gibt es sogar für jeden Spieler einen Ball. 22 Bälle also fliegen lustig durcheinander, irgendwie jeder gegen jeden. Jeder darf tun und lassen was er will. Da es auch keine Regeln für die Spielzeit gibt, haben die Spieler aber nach 73 Minuten die Nase voll. Ohne Regeln macht Fußball ...

Erntedankgottesdienst am 4.10.2020 zu Mk. 8,1-9 : "Mit wenig viel bewirken!"

  Gottesdienst am 4.10.2020 Erntedank   Vorspiel Votum   Lied                503,1+7+8      Geh aus mein Herz Psalm 147,1-11 Ehr sei dem Vater   Gebet Lesung: 5.Mose,8,7-18 Glaubensbekenntnis   Lied                508,1-3           Wir pflügen und wir streuen Predigt: Mk.8,1-9 Lied                NL 2               Aus den Dörfern und aus Städten   Abkündigungen Fürbitte Vater Unser   Lied:               NL 61             ...

Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben. Predigt am 27.9. zu 2. Timotheus 1,7-15

  7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. 9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 11 für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer. 12 Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. 13 Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von m...

Im Paradies leben lernen Predigt zu Genesis2, 4-15 am So. 20.9.2020

  Der Garten Eden 5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen. Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Strom stieg aus der Erde empor und tränkte das ganze Land. 7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. 8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 10 Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme. 11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das ...