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Es gibt Geschichten, die dürften nicht passieren / Predigt zu Hiob 23

Hiobs dritte Antwort an Elifas 1   Hiob antwortete und sprach:  2   Auch heute lehnt sich meine Klage auf; seine Hand drückt schwer, dass ich seufzen muss.  3   Ach dass ich wüsste, wie ich ihn finden und zu seiner Stätte kommen könnte!  4   So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen  5   und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.  6   Würde er mit großer Macht mit mir rechten? Nein, er selbst würde achthaben auf mich.  7   Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten, und für immer würde ich entrinnen meinem Richter!  8   Aber gehe ich nach Osten, so ist er nicht da; gehe ich nach Westen, so spüre ich ihn nicht.  9   Wirkt er im Norden, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich im Süden, so sehe ich ihn nicht.  10   Er aber kennt meinen Weg gut. Er prüfe mich, so will ich befunden werden wie das Gold....

Predigt zu Philipperbrief 3, 7-14 (Über den Umgang mit geteilten Lebensgeschichten)

Liebe Gemeinde, Elisabeth lebt seit gut 2 Jahren auf Teneriffa. Sie fühlt sich hier wohl. „Endlich bin ich frei!“ sagt sie. Sie erzählt mir von ihrem verantwortungsvollen Job, den sie früher hatte und den sie sehr gewissenhaft ausgeführt hatte. Dann bekam sie ein Kündigungsschreiben. Eine Abfindung kam noch, und dann von heute auf morgen war sie ihren Job los. Eine Erklärung dafür bekam sie nicht. Ihre Ehe war vorher schon geschieden worden. Alles, was ihr früher wichtig war, ist weg. Es hat Mut gebraucht, bis sie sich sagte: „Ich fang noch mal neu an. Ich will weder von einem Mann noch von einem Beruf abhängig sein.“ „Wenn ich zurückblicke,“ sagt sie, „ dann frage ich mich, wofür habe ich gelebt? Wieviele falsche Entscheidun-gen habe ich getroffen? Jetzt bin ich endlich frei!“.  Ganz stimmt das natürlich nicht. Elisabeth pflegt noch den Kontakt zu ihren Kindern und deshalb spricht sie auch mit ihrem Ex-Mann. Und dann macht sie sich auch Gedanken, wie das mal im Alter wird. ...

"Schwerter zu Pflugscharen" Predigt zu Jesaja, 2,1-5 am 11.August 2019

In Zion finden alle Völker Heil und Frieden 1  Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem.  2  Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen,  3  und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.  4  Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.  5  Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! Liebe Gemeinde, Schwerter zu Pflugscha...

Joh.6,30-35 Das Brot des Lebens

Liebe Gemeinde, Als ich Kind war, gab es zuhause meistens recht kalorienreiches Essen. Ich glaube, das hing mit den Erfahrungen meiner Eltern im Krieg und den Hungerjahren danach zusammen. Sie hatten erfahren, was Hunger ist. Die Sorge, dass man einmal wieder Hungern oder Dürsten könne, ums Überleben kämpfen müsste, war wohl in die Seele einer ganzen Generation eingebrannt. Die Sorge um das Brot zum Leben. Doch es ging und geht nicht allein um Essen und Trinken. Es gab und gibt auch einen Hunger nach Sicherheit: Entgegen aller Empfehlungen liegt das meiste Geld der Deutschen wohl deshalb auf einem Sparbuch. Es gibt den Hunger nach ausreichender Altersversorgung und nach einem langen und gesunden Leben. Es müsste so ein Brot geben, dass einen mit all dem sättigt. Jesus scheint das zu haben. 5000 Menschen kamen zusammen, weil sie die Zeichen sahen, die Jesus an den Kranken tat, heißt es im 6. Kapitels des  Johannesevangeliums. Die größte Sorge eines Jüngers aber war a...

Was man zumLeben wirklich braucht Predigt am 5. S.n. Trinitatis 1. Petrus 2,1-10

Liebe Gemeinde, Als Joni, unser jüngstes Enkelkind, anfing zu schreien, waren wir alle gleich hellwach: Mama, Papa, und wir: Oma und Opa: „Was hat der Kleine? Was braucht er? Essen, oder tut ihm was weh?“ Kinder wissen, was sie brauchen. Darum brüllen Sie ja. Meistens ist es die Muttermilch, die freundliche Zuwendung der Erwachsenen, das Kuscheln bei Mama oder Papa oder alles zusammen. Wenn Joni dann genug an Mamas Brust getrunken hatte, schmatzte er noch zweimal zufrieden und alles war wieder gut. Und wir Erwachsenen? Wissen wir immer, was wir wirklich brauchen?  Der 1. Petrusbrief fordert uns auf, dieser Frage nachzugehen: „Seid begierig nach der lauteren Milch wie neugeborene Kindlein, auf dass ihr wachset zum Heil, da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.“   Neugierig sollen wir sein, nach dem Leben, vor allem nach dem, was lebensnotwendig ist. Leben ist mehr als nur existieren. „Verlangt nach dem, was das Leben Heil macht, heißt es in ...

Der große Sprung für die Menschheit Predigt am 21.7.19 Mt.9,35-10,1

Gottesdienst 21.7.2019 Las Americas Vorspiel Votum / Begrüßung Lied EG 455 Morgenlicht leuchtet Psalm EG 768 Ps.67 neue Form Ehr sei dem Vater Gebet  / Kyrie /  Gebet / Laudate Omnes gentes /  Lesung Genesis 12,1-4a Halleluja Lied: 241,1-4+7+8 Wach auf Du Geist der 1.Zeugen Predigt Mt.9,35-10,1 Lied  262 Glaubensbekenntnis Friedensgruß / La paz esté con nosotros Fürbitten  Vater Unser/ Lied: 638,1-3 Wo ein Mensch Vertrauen gibt Abkündigungen Lied: 170,1-4 Segen / Nachspiel Liebe Gemeinde, heute um 3:56 vor 50 Jahren betrat zum ersten Mal ein Mensch den Mond. Der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, sagte den berühmten Satz: „Es ist nur ein kleiner Schritt, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“ Die Menschheit, immerhin 600 Millionen, schauten damals im Fernsehen zu. Die wenigsten waren Wissenschaftler, die erklären konnten, was dieser Schritt so fundamental für die Menschheit bedeutet. In...

Richtet nicht! Sonntag 14.7.2019

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Vom Umgang mit dem Nächsten (Lukas 6,36-42) 36   Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.  37   Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. 38   Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.  39   Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?  40   Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.  41   Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?  42   Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst ni...