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(Gleichnis vom Hausbau): Unser Fundament: Klug das Miteinander gestalten, Predigt zu Mt.7,24-27 am 1.8.21

  Liebe Gemeinde, was waren das für entsetzliche Bilder aus den Hochwassergebieten der letzten 2 Wochen: Regen flutete durch Dörfer und Städte, unterspülte Häuser, riss die Fundamente ein, Häuser stürzten zusammen. Menschen starben oder haben alles Hab und Gut verloren.   Genau diese Erfahrung von den Auswirkungen eines Unwetters, das Häuser einreißt, benutzt Jesus am Ende der sogenannten Bergpredigt:   Mt. 7,24,27   Freilich: Die meisten Häuser in den zerstörten Regionen Deutschlands dürften auf Fels und nicht auf Sand gebaut worden sein. Trotzdem sind sie verwüstet worden. Die Unwetter hatten ein noch nicht da gewesenes Ausmaß. Vielleicht war es nicht klug, so nahe an einem Fluss zu bauen. Wahrscheinlich hätte man bei Beachtung der Warnungen Todesopfer vermeiden können. Es war auch nicht klug, die Folgen des Klimawandels nicht rechtzeitig in intelligente Städteplanung umzusetzen. Ich will nicht besserwisserisch ins Detail gehen; ich merke an dieser Katastrophe, das...

Gott freut sich und ihr sollt es auch tun!

  Liebe Gemeinde: An einem belebten Tag im Einkaufszentrum: „Achtung, eine Durchsage: Der kleine Sebastian sucht seine Eltern. Die Eltern werden gebeten ihn am Infoschalter abzuholen!“ 10 Minuten später kommen die Eltern von Sebastian ganz aufgeregt an den Informationsschalter. „Mensch, Kind! Was machst Du denn für Sachen? Du kannst doch nicht einfach abhauen. Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, wie wir Dich gesucht haben?“ Die Stimme der Mutter überschlägt sich fast. „Als ob wir nicht schon genug Stress haben!“ mischt sich nun auch der Vater ein und zieht das Kind ganz fest am Arm, damit es ja nicht wieder wegläuft. Der Kleine weint. Die Familie zieht von dannen. So könnte es gewesen sein...Vielleicht endet die Geschichte aber auch so: Die Eltern kommen an den Infoschalter. Nachdem sie dem Kind Vorwürfe gemacht haben, mischt sich nun der Angestellte am Infoschalter ein: „Entschuldigen Sie“, sagt er. Aber können Sie nicht selber besser auf ihren Nachwuchs aufpassen. Wenn Sie auch e...

Jona -darum geht es... Predigt am 1.Sonntag nach Trinitatis Jona 1,1-2,2+11

Liebe Gemeinde, Jona und der Walfisch: Das ist eine der bekanntesten Geschichten aus dem Alten Testament. Ich lese die für heute vorgeschlagene Kurzfassung aus den ersten beiden Kapiteln beim Propheten Jona:   Jona, 1,1 – 2,2+11    1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: 2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. 3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN. 4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter i...

Pfingstpredigt zu 1.Mose11,1-11 Viele Kulturen und doch ein Geist?

DER TURMBAU ZU BABEL 11 1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.  2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst.  3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel  4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde. 5 Da  fuhr der  Herr  hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.  6 Und der  Herr  sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.  7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!...

Betet Rogate Predigt zu Daniel 9,4+5+16-19

    Liebe Gemeinde, „Wünschen darf man sich alles. Ob man es auch bekommt, ist eine andere Sache!“ pflegte meine Mutter immer vor dem Geburtstag oder vor Weihnachten zu sagen. Wahrscheinlich gilt das so ähnlich auch für das Beten: „Beten darf man für alles. Ob man das Gebet erfüllt wird, ist eine andere Sache!“ In der Lesung vorhin aus dem Lukasevangelium haben wir freilich gehört: Ein Sohn, der seinen Vater um ein Stück Fisch bittet, wird keine Schlange bekommen. Und der Mensch der seinen Freund nachts um drei Brote bittet wird soviel bekommen wie er braucht, allein schon um seines unverschämten Bettelns wegen. Wir dürfen also beten und nichts ist so unverschämt, dass man es vor Gott nicht sagen dürfte. Beten lohnt sich also. Beten darf man alles.   Wolfgang Niedeggen von der Kölner Band BAP war sich da in den 80er Jahren nicht so sicher. Er landete einen Hit mit dem Lied:  wenn bedde sich lohne däd, wat meenste, wat ich dann bedde dääd.  Und dann kommt eine el...

Wir lassen uns das Singen nicht verbieten! Oder doch?Predigt zu Kantate 1.5.21 Lk.19,36-40

  Ihr Lieben, Wir lassen uns das Singen nicht verbieten. 1974 hat Tina York diesen Schlager gesungen: Ein richtiger Hit war das damals.  Aber Singen ist jetzt verboten. Mit Masken summen oder leise die Lippen bewegen ist für mich kein richtiges Singen. Was war da vorletzten Winter noch los in unserer Kirche San Eugenio, als im Gottesdienst gesungen wurde, dass man die Orgel kaum mehr gehört hatte und die Leute auf der Straße stehen blieben. Es war nicht alles wohlklingend, aber es geschah voll Inbrunst. Es hat uns verbunden: Männer und Frauen, Kranke und Gesunde; Reiche und weniger Betuchte. Kantate: Singt! Ich erinnere mich an viele Gottesdienste an Kantate, diesem besonderen Tag der Kirchenmusik. Der Bläserchor wirkte mit und die Kantorei, Ein kleines Orchester unterstützte nach dem musikalischen Gottesdienst das ganze Ensemble bei einem Konzert, bevor man dann dicht gedrängt zum Mittagessen im Gemeindesaal an Biertischen saß! Wir lassen uns das Singen nicht verbieten! Nun d...

Der unbekannte Gott ist näher als Du denkst: Apg.17,16-34

 Liebe Gemeinde, Habt Ihr mal die griechischen Sagen gelesen? Alle sehr verwirrend, finde ich: Zeus ist der Göttervater, Hera seine Frau. Poseidon ist der Bruder des Zeus und der Gott der Meere. Ares ist der Kriegsgott und der Sohn von Zeus und Hares. Demeter ist die Göttin des Ackerbaus und Tochter von Zeus und Hera. Sie hat aber auch eine Tochter mit ihrem Vater… Die Welt der griechischen Götter ist vielfältig, chaotisch und teilweise sehr menschenähnlich. Sie stehen für vielfältige Situationen der Menschen. Und es ist ratsam, den Göttern trotz allem Chaos Ehre zu erweisen, weil sonst Unglücke zu befürchten sind. In Athen stehen deshalb sehr viele Tempel, damit man jedem Gott die Ehre erweisen kann. Aber was ist, wenn keiner der bekannten Götter zuständig ist für neue Lebenssituationen? Was ist, wenn es einen unbekannten Gott gibt? Womöglich gar ein Gott, der aus einer anderen Götterwelt stammt? Für diesen unbekannten Gott bauten die Athener auch einen Altar mitten in der Stadt. ...