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Pfingsten: Die lebendige alte Dame Ecclesia

Das Pfingstwunder 1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz...

Vögel - nicht nur im Himmel Andacht von Prädikantin Verena Wache

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VÖGEL  – nicht nur unter dem Himmel Jesus will, dass wir Schätze sammeln. Schätze, die nicht von Rost oder Motten zerfressen werden können. Schätze, die diebstahlsicher verwahrt sind. Schätze, die auch im Himmel Bestand haben. Er sagt, was wir bei Matthäus im 6. Kapitel nachlesen können: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ Und wie er sie ernährt! Das Foto wurde im letzten Juni aufgenommen auf 1.600 m Höhe, oberhalb der höchstgelegenen spanischen Gemeinde Vilaflor auf Teneriffa. Eine Agave, ca. 12 m hoch, mit verzweigten Blütenkränzen - sie dient als Nahrung für unzählige Kanarienvögel. Agaven – schon mal für sich ein Wunder. Sie benötigen unter normalen Umständen 10 bis 12 Jahre, um einmal zu blühen und dann zu sterben. Bis zur Blüte können aber auch mehrere Jahrzehnte vergehen. Was  hat sich unser Gott damit nur Kostbares und Wunderbares ausgedacht! Fü...

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

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Regenbogen über Chayofa, Teneriffa -Foto: I.Wache Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen Neben den Nachrichten zur Coronakrise gibt es auch noch andere Ereignisse, die nicht vergessen werden dürfen. Zum Beispiel das Kriegsende vor 75 Jahren am 8.Mai 1945. Ich habe eine kurze, aber mich beeindruckende Predigt von Pfarrer Gerhard Brunzema aus Emden gefunden, gehalten am Tag des Kriegsendes,: „Nun sind wir an einem Wendepunkt (an-)gekommen. Die große Wende ist anders ausgefallen, als es sich die meisten dachten. Aber, dass es zu einer Wende gekommen ist, bewegt uns alle auf Tiefste. Unsere Herzen sind bewegt von Freude und Trauer. Endlich hat das Morden, die Angst um das Leben, die Sorge um das Leben der Lieben, um den letzten Rest der Habe, um das Bestehen unserer Stadt ein Ende. Wir atmen auf. Aber welche Wehmut und Trauer befällt uns(…): Keine Glocke kann mehr den kommenden Frieden einläuten. Rings um uns Trümmer, Trümmer des Glücks und aller Habe. Rings um uns die Gr...

Lilien Meditation von Verena Wache Prädikantin

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LILIEN – nicht nur auf dem Felde Je länger es dauerte, desto mehr gehen meine Gedanken zu der Stelle in der Bibel, die vom Schätze sammeln und Sorgen berichtet. Jesus spricht über sie und Matthäus hat es aufgeschrieben. „Seht die Lilien auf dem Felde an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.“ Ach ja, die Lilien auf dem Felde – wie gern hätte ich sie auch in diesem Jahr gesehen. Nach der letzten Veranstaltung in unserer Kirchengemeinde Teneriffa-Süd am Freitag, 13. März ging nichts mehr. Keine Wanderung, kein Spaziergang, kein Miteinander – nicht einmal eine Verabschiedung von Gemeindegliedern, die nach Deutschland zurückflogen. Der Blick verengte sich auf die Aussicht vom Balkon (der allerdings weit und wunderschön ist, bis nach La Gomera und bei klarer Sicht nach El Hierro), die kurzen Wege zum Einkaufen. Keine Chance, Gottes aufbrechende Natur mit...

Bilder und Worte der Zuversicht

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Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viele ihrer sind..(Ps.97,1) Blick von Montaña Sombrero nach La Gomera und El Hierro Seht die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht und Euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid Ihr nicht kostbarer als sie? (Mt.6,26) blühende Agave mit Kanarienvogel hinter Santiago del Teide Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen...Meine Hilfe kommt vom HERRN der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen und der dich behütet, schläft nicht. (Ps.121,1-3) Blick über den Erjospass zum Teide Ehe die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Ps.90,2) Blick vom Roque Brezos zum Roque Imoque und Gott sah, dass es gut war! (1.Mose1,18) Blick von Chayofa auf den Atlantik Gott segne Euch und behüte Euch. Gott lasse sein Angesicht über Euch leuchten. Gott erhebt sein Angesicht über...

Ostern braucht dieses Jahr mehr Zeit - Gedanken in der Ausgangssperre zu Lukas 24, 13-35

Der Weg nach Emmaus ist dieses Jahr länger…. Die Emmausjünger 13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15 Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. 18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; 20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben....

Corona? Straft Gott?

Liebe Leserinnen und Leser! „Gott zieht mit der Corona Krise einen Hebel, weil wir nicht mehr so weitermachen dürfen, wie bisher!“ Diesen Satz höre ich in diesen Tagen immer wieder in Telefonaten. Telefonate, die wichtig sind, weil wir uns ja wegen des Alarmzustandes in Spanien nicht mehr direkt sehen und damit direkt sprechen können. Telefonate, die davon gezeichnet sind, dass jemand überhaupt am anderen Ende „der Strippe“ erreichbar ist. „Wie geht es Euch?“ „Ja mir geht es eigentlich auch gut…“ Mehr gibt es oft nicht zu sagen, weil man ja nichts erlebt in der Zeit dieser Ausgangssperre. Der Covid19 macht einen sprach- und ratlos. Aber irgendeine Erklärung für das Unbegreifliche muss her. Und dann fällt eben dieser Satz: „Gott zieht mit der Corona Krise einen Hebel, weil wir nicht mehr so weitermachen dürfen, wie bisher!“ oder: "Gott will der Menschheit einen Denkzettel verpassen!" Ist Gott der Urheber dieser Krise? Schon immer haben Menschen in der Reli...